Dangote prüft große Raffinerie in Kenia
Der nigerianische Multimilliardär Aliko Dangote erwägt den Bau einer großen Raffinerie in Kenia. Das Vorhaben könnte bis zu 17 Milliarden Dollar (15,7 Milliarden Euro) kosten und die energiepolitische Eigenständigkeit Ostafrikas stärken – zu einer Zeit, in der der globale Ölmarkt erheblich unter Druck steht.
Wie die Financial Times berichtet, will Dangote in Mombasa das Konzept seiner in Nigeria eröffneten Raffinerie nachbilden, die zu den größten weltweit zählt. Nach Informationen von Reuters gibt der Unternehmer Kenia gegenüber Tansania den Vorzug. Ausschlaggebend seien die Größe des Hafens von Mombasa sowie die wirtschaftliche Bedeutung des Landes.
Vorbild ist die Raffinerie von Dangote in Lagos
Die von Dangote in Lagos errichtete Anlage wurde nach mehreren Verzögerungen und zehn Jahren Bauzeit eröffnet. Sie kann täglich rund 650.000 Barrel Rohöl verarbeiten. In den vergangenen Wochen hat das Projekt zusätzlich strategische Bedeutung gewonnen, da der Krieg im Nahen Osten und die Spannungen in der Straße von Hormus die Sorgen um die weltweite Kraftstoffversorgung verschärft haben.
Weniger Abhängigkeit von importierten Kraftstoffen
Die Investition fällt in eine Phase, in der mehrere afrikanische Staaten ihre Abhängigkeit von importierten raffinierten Kraftstoffen verringern wollen. Laut der Financial Times konnte die nigerianische Raffinerie während der aktuellen Energiekrise die Versorgung im Inland ohne Rationierungsmaßnahmen sichern und zugleich ihre Exporte in afrikanische und europäische Märkte ausbauen.
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