Kosten könnten 65 Milliarden US-Dollar übersteigen
Die SoftBank Group plant eines der weltweit grössten Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Laut Bloomberg prüft das Unternehmen den Bau einer neuen Anlage in Ohio, deren Strombedarf bis zu 10 GW erreichen könnte.
Für die Recheninfrastruktur des KI-Rechenzentrums werden nach Angaben der Nachrichtenagentur 30–40 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Weitere rund 33 Milliarden US-Dollar dürften für den Bau eines Gaskraftwerks zur Energieversorgung erforderlich sein. Damit könnte das Gesamtvolumen des Vorhabens auf mehr als 66 Milliarden US-Dollar steigen.
Als Standort ist ein Areal innerhalb eines Komplexes vorgesehen, in dem früher waffenfähiges Uran und später ziviler Kernbrennstoff produziert wurden. SB Energy, ein mit SoftBank verbundenes Unternehmen, will für die Versorgung des Rechenzentrums Gasturbinen mit einer Gesamtleistung von etwa 9,2 GW installieren und zusätzlich 800 MW ergänzen. Das entspricht in etwa der Stromerzeugung von neun Kernreaktoren. Die Turbinen sollen dabei nicht an einem einzigen Standort stehen, sondern über die Region verteilt werden.
Die ersten Turbinen sollen den Angaben zufolge bereits innerhalb eines Jahres installiert werden. Die vollständige Umsetzung des Projekts wird bis zum Ende des Jahrzehnts erwartet. Unabhängig davon bereitet der regionale Energieversorger American Electric Power eine Modernisierung der Netzinfrastruktur im Wert von rund 4,2 Milliarden US-Dollar vor.
Welche Hardware im Rechenzentrum konkret eingesetzt werden soll, ist bislang nicht bekannt. Der Zeitplan legt jedoch nahe, dass in der frühen Betriebsphase Beschleuniger der Klasse Nvidia Rubin oder AMD Instinct MI455X zum Einsatz kommen könnten.
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