Start am 26. April erwartet
Am Kosmodrom Baikonur haben Roskosmos-Fachleute die Tests der Solarbatterien des Frachtraumschiffs „Progress MS-34“ abgeschlossen.
Vor der Auslieferung prüften die Ingenieure sämtliche Verbindungen und Fotoelemente sorgfältig. So sollten selbst kleinste Mängel ausgeschlossen werden, die die Stromversorgung während des Flugs beeinträchtigen könnten.
Solarbatterien von Progress MS-34 im Test
Anschließend wurden Weltraumbedingungen nachgestellt: Die Paneele bestrahlt man mit leistungsstarken Lichtquellen. Unter diesen Voraussetzungen funktionieren die Batterien nahezu wie im Orbit – sie nehmen Strahlung auf und wandeln sie in elektrische Energie um. Damit lässt sich die Leistungsfähigkeit des Systems bereits vor dem Start bewerten.
Licht mit ausreichend hoher Energie regt in den Fotoelementen aus Halbleitermaterialien Elektronen an. Die Photonen schlagen sie buchstäblich aus dem Kristall heraus. Dadurch entstehen freie Elektronen und „Löcher“ – positiv geladene Leerstellen.
Das interne elektrische Feld im Element beschleunigt diese Ladungsträger, woraufhin zwischen ihnen Strom fließt. Bei hellem Licht ist die Zahl dieser Paare groß genug, damit das Panel den maximal möglichen Strom liefert. Zur Prüfung wird das Paneel mit starkem künstlichem Licht, einem „Sonnensimulator“, bestrahlt und seine I-V-Kennlinie – ein Diagramm der Strom-Spannungs-Abhängigkeit – aufgezeichnet. Sie zeigt die Leistungsfähigkeit des Panels.
Roskosmos
Flug zur Internationalen Raumstation
Der Start des Frachtraumschiffs „Progress MS-34“ ist vorläufig für den 26. April 2026 vorgesehen. Von Baikonur aus soll es Fracht zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen.
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