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Kochwasser für Pflanzen richtig verwenden

Dampfender Wasserstrahl wird mit einer Gießkanne in einen mit Pasta gefüllten Siebtopf in sonniger Küche gegossen.

Das Kochwasser einiger Lebensmittel wird nach dem Essen oft weggekippt, kann bei geeigneter Zusammensetzung jedoch noch einmal verwendet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt es sich, vollständig abgekühlt sowie ohne Salz und weitere Zusätze, im Garten nutzen. Entscheidend sind dabei die gekochten Lebensmittel und alle Zutaten, die dem Wasser beigefügt wurden.

Warum kann Kochwasser für Pflanzen genutzt werden?

Beim Garen können einige wasserlösliche Bestandteile aus Lebensmitteln in das Wasser übergehen. Dadurch unterscheidet sich seine Zusammensetzung von gewöhnlichem Wasser. Das bedeutet allerdings nicht, dass es sich um einen vollwertigen Dünger für Pflanzen handelt.

Stammt das Wasser von Gemüse und enthält weder Salz, Öl, Gewürze noch andere Zusätze, kann seine Wiederverwendung eine einfache Möglichkeit sein, Verschwendung zu vermeiden. Für ein gutes Wachstum benötigen Pflanzen dennoch weiterhin ein geeignetes Substrat und ausgewogene Nährstoffe.

Welcher Faktor entscheidet über die Verwendung von Kochwasser?

Ausschlaggebend ist, was sich im Topf befand. Wasser mit Salz, konzentrierter Brühe, Öl, Butter oder Gewürzen eignet sich nicht zum Gießen von Pflanzen. Zu viele Salze im Substrat können die Wurzeln schädigen und die Wasseraufnahme beeinträchtigen.

Auch auf die Temperatur muss geachtet werden. Kochwasser darf niemals verwendet werden, solange es noch heiß ist, da es Wurzeln verletzen und die Temperatur des Substrats verändern kann. Vor der Anwendung muss die Flüssigkeit vollständig abgekühlt sein.

Kochwasser richtig wiederverwenden

Wurde das Wasser ausschließlich zum Kochen von Gemüse oder anderen Lebensmitteln ohne Salz und Gewürze verwendet, sollte es zunächst komplett abkühlen. Anschließend kann es zum Gießen von Pflanzen genutzt werden, die diese Art der Wiederverwendung vertragen, ohne das Substrat zu durchnässen.

Zudem sollte das Wasser bei Raumtemperatur nicht über längere Zeit aufbewahrt werden. Wird es nicht kurz nach dem Abkühlen genutzt, ist es sicherer, es zu entsorgen oder sachgerecht zu lagern, damit es nicht verdirbt. Die Wiederverwendung sollte die normale Gießroutine nur ergänzen und nicht das für die Kultur notwendige hochwertige Wasser ersetzen.

Wer sollte diese Vorsichtsmaßnahme wann anpassen?

Pflanzen in kleinen Töpfen brauchen besondere Aufmerksamkeit, weil sich Salze und andere Rückstände im Substrat dort schneller ansammeln können. Auch empfindliche Arten reagieren möglicherweise nicht gut auf Veränderungen in der Zusammensetzung des Gießwassers, selbst wenn die Flüssigkeit harmlos wirkt.

Kochwasser von Lebensmitteln, die mit Salz, Nudeln, Brühen oder Gewürzen zubereitet wurden, sollte vermieden werden. Einfaches Wasser, das zum Garen bestimmter Gemüsearten genutzt wurde, kann dagegen gelegentlich verwendet werden, sofern es kalt und frei von zugesetzten Zutaten ist. So lässt sich Kochwasser erneut nutzen, ohne dass aus einem Tipp zum Sparen im Haushalt ein Problem für die Pflanzen wird.

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