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Verbrennungsmotoren: Das Ende ab 2035 steht auf dem Prüfstand

Frau betankt Auto an einer Zapfsäule mit Niedrig-Kohlenstoff-Kraftstoff an einer Tankstelle.

Das mögliche Aus für Verbrennungsmotoren zählt zu den meistdiskutierten Themen der Gegenwart. Zusätzlichen Auftrieb erhielt die Debatte, nachdem der EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas erklärt hatte, dass Brüssel Massnahmen prüft, welche die Nutzungsdauer dieser Motoren verlängern könnten.

Bislang sahen die europäischen Emissionsziele vor, dass ab 2035 keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden sollen. Dieser Termin könnte jedoch bald infrage stehen – erfahren Sie die Hintergründe.

Vor diesem Hintergrund war João Reis, Leiter der Vereinigung Plattform zur Förderung kohlenstoffarmer Kraftstoffe (PCBC), bei Auto Talks zu Gast. Die zweite Ausgabe des Formats feierte ihre Premiere auf der 36. Jahresversammlung der ANECRA und wurde von der Banco Credibom unterstützt.

Die Energiewende

Ist es realistisch, dass der gesamte Verkehr – Pkw, Nutzfahrzeuge, Luftfahrt und Schifffahrt – in den kommenden Jahrzehnten ohne Verbrennung auskommt? Regelt Europa schneller, als es technologisch innovieren kann? Und welche Folgen hat es, wenn sich die Energieabhängigkeit auf eine einzige Technologie konzentriert? Diese Fragen gehörten zu den Schwerpunkten dieser Folge.

Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass sich die Energiewende nicht einfach per Gesetz verordnen lässt. João Reis erinnerte daran: „Wir können fast alles verändern, ausser den Gesetzen der Physik.“ Zudem werde der weltweite Energiebedarf weiter zunehmen, weil immer mehr Menschen Zugang zu Entwicklung erhalten.

Dabei wurde auch verständlich erläutert, was kohlenstoffarme Kraftstoffe sind: angefangen bei Biokraftstoffen aus in Portugal reichlich vorhandenen Reststoffen der Forstwirtschaft bis zu synthetischen Kraftstoffen, die aus der Luft abgeschiedenem Kohlenstoff und grünem Wasserstoff hergestellt werden.

Sie sind mit den bereits vorhandenen Verbrennungsmotoren kompatibel, können die Emissionen deutlich senken und bieten eine sofort verfügbare Lösung für Bereiche, in denen es keine Alternative gibt.

Europäische Gesetzgebung

Nach Ansicht von João Reis liegt die grösste Hürde – noch vor den Kosten – in der europäischen Gesetzgebung. Diese erkenne solche Kraftstoffe nicht als Bestandteil der Lösung zur Erreichung der Emissionsziele an. Dadurch werde ein Ausbau im grossen Massstab verhindert, was sie teuer mache.

Zur Sprache kamen ausserdem einige Widersprüche in der europäischen Politik sowie die Schwierigkeit, eine einheitliche Lösung auf Länder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen anzuwenden.

Der nächste Auto Talks-Termin

Es gibt somit viele gute Gründe, die jüngste Ausgabe von Auto Talks anzusehen oder anzuhören. Das neue redaktionelle Format von Razão Automóvel ist über die bekannten Plattformen YouTube, Apple Podcasts und Spotify verfügbar.

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