Diesel und Benzin am 3. August entwickeln sich unterschiedlich
Diesel und Benzin haben sich am Montag, dem 3. August, in entgegengesetzte Richtungen bewegt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war Standarddiesel um 0,8 Cent je Liter teurer, während Benzin 95 um 0,6 Cent je Liter günstiger angeboten wurde.
Im Tagesverlauf können sich diese Angaben noch verändern, sobald weitere Tankstellen ihre geltenden Preise melden. Die drei wichtigsten Anbieter haben ihre Preislisten bereits angepasst.
Repsol und BP hoben den Preis für Standarddiesel jeweils um zwei Cent pro Liter an; Galp erhöhte ihn um 1,6 Cent. Bei Benzin 95 zeigte sich dagegen die umgekehrte Entwicklung: Repsol senkte den Preis um einen Cent, BP um 1,5 Cent und Galp um 1,2 Cent.
Durchschnittspreise für Diesel und Benzin
Ausgehend von den am vergangenen Freitag, dem 31. Juli, von der Generaldirektion Energie und Geologie (DGEG) erfassten Daten lag der durchschnittliche Preis für Standarddiesel zum Veröffentlichungszeitpunkt bei 2,05 €/l. Für Benzin 95 betrug der Durchschnittspreis 2,018 €/l.
Die Angaben der DGEG berücksichtigen bereits die von den Tankstellen gewährten Rabatte sowie die derzeit gültigen staatlichen Maßnahmen. Dennoch handelt es sich lediglich um durchschnittliche Richtwerte, die von den Preisen an einzelnen Tankstellen abweichen können.
Warum sind Kraftstoffe weiterhin so teuer?
Der deutliche Preisanstieg der vergangenen Wochen ist weiterhin auf die Unruhe am Ölmarkt zurückzuführen. Ursache sind die verschärften Spannungen im Nahen Osten und Störungen bei der Rohölversorgung infolge der Schließung der Straße von Hormus. Rund 20 % des weltweiten Rohölhandels werden über diese Route abgewickelt.
Der Brent-Preis, der als Referenz für den europäischen Markt gilt, überschritt auf dem Höhepunkt der Krise zeitweise 100 US-Dollar je Barrel. Am Montag war er zwar bereits auf rund 83 US-Dollar pro Barrel zurückgegangen, lag damit aber weiterhin deutlich über dem Niveau vor dem Konflikt, als er bei ungefähr 70 US-Dollar gehandelt wurde.
Zum Vergleich: Vor der Verschärfung der Lage im Nahen Osten lag der Durchschnittspreis für Standarddiesel bei 1,635 €/l, während Benzin 95 1,705 €/l kostete.
Neue Anpassung des ISP-Rabatts
Angesichts der Entwicklung der Kraftstoffpreise kündigte die Regierung eine erneute Anpassung des außerordentlichen Rabatts auf die ISP (Steuer auf Erdöl- und Energieerzeugnisse) an, der seit Anfang März gilt.
Gemäß der Verordnung Nr. 320-D/2026/1 vom 31. Juli wurde der außerordentliche Rabatt für Diesel von 7,52 Cent je Liter auf 7,87 Cent je Liter angehoben. Bei Benzin sank er von 5,50 Cent je Liter auf 5,24 Cent je Liter.
Die Ausnahmeregelung sollte ursprünglich nur bis Ende Juni gelten. Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho versicherte jedoch, dass die Unterstützung bestehen bleibt, solange die aktuellen Marktbedingungen andauern. Sie erklärte außerdem, dass der Rabatt schrittweise aufgehoben werde, sobald sich die Lage stabilisiert.
Diese außerordentliche Senkung der ISP kommt zusätzlich zu der seit 2022 bestehenden Entlastung, die die Folgen steigender Kraftstoffpreise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine abfedern soll. Der Mechanismus reduziert einen Teil der auf Benzin und Diesel erhobenen Steuer und wurde entsprechend der Preisentwicklung schrittweise angepasst.
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